Frankfurt Lindenstraße - Der Fußballspieler mit dem gelben Stern

 

Cover Frankfurt Lindenstraße - Der Fußballspieler mit dem gelben Stern

 In den 20er Jahren des vorigen Jahrhunderts erwirbt Günter Wegener, ein Frankfurter Kaufmann und Unternehmer, das Wohnhaus der Familie in der Lindenstraße. Günter Wegener, Sohn jüdischer Eltern, ist vor seiner Heirat mit Else zum christlichen Glauben konvertiert. 1913, ein Jahr vor Kriegsausbruch, kommt sein Sohn Paul auf die Welt.

Mit dem Aufbau des Unternehmens und dem Erwerb des Hauses in der Lindenstraße beginnt die glückliche Zeit der Familie während der Zeit der Weimarer Republik.

Paul, von seinen Freunden Pille genannt, ist seit der Kindheit ein begeisterter Fußballspieler und Fan seines Heimatvereins. Mit seinen Freunden kickt der Junge im Grüneburgpark und geht schon in der Jugend zur Eintracht. Seine Eltern sehen die Fußballbegeisterung des Jungen mit gemischten Gefühlen. Ihnen wäre es lieber, Paul kümmerte sich stärker um die Schule. Aber die Begeisterung des Jungen für den Sport und seine Integration in den Verein bringen auch positive Seiten mit sich.

Paul soll, so der Wunsch der Eltern, eine ordentliche Ausbildung machen und später einmal den elterlichen Betrieb übernehmen. Als er einige Jahre später Ursula Linnemann kennenlernt, scheint das Glück der Familie Wegener perfekt.

Am 30. Januar 1933 wird Adolf Hitler zum Reichskanzler ernannt. Das Leben der Familie Wegener gerät aus den Fugen.

 

Die Idee zu diesem Buch entstand 2014, als ich zum ersten Mal vom Schicksal Julius Lehmanns, einem Fußballspieler der Eintracht Frankfurt bis 1937 gelesen hatte. Julius Lehmann war schon als Jugendlicher von seinem Bruder Max Lehmann zur Eintracht gebracht worden und spielte dort seit der Jugendzeit in den 20er Jahren. Die Schilderungen von Zeitzeugen, die Julius Lehmann noch gekannt haben, zeigen einen jungen Menschen, der mit Begeisterung Fußball spielte und dem Motorsport anhing. Julius Lehmann, so die Berichte, war ein hilfsbereiter und fröhlicher Zeitgenosse, jederzeit zu einem Unsinn mit den Mannschaftskameraden aufgelegt. Obwohl die Eintracht Führung bereits 1933 die Stuttgarter Erklärung der Fußballvereine, Juden aus dem aktiven Sport und Funktionärsleben auszuschließen, unterzeichnet hatte, konnte Julius Lehmann noch bis 1937 in der zweiten Mannschaft weiter spielen. Die letzten Lebenszeichen des jungen Mannes datieren auf das Jahr 1939. Er wurde mit großer Wahrscheinlichkeit 1942 nach Osten, wahrscheinlich in das Durchgangslager Izbica verbracht.

 Dem Andenken an Julius Lehmann habe ich mein Buch gewidmet.

Die Recherchen zu diesem Buch, die Mitte 2014 begannen, führten tief in Welt der Konzentrationslager und zu einem nahezu unbekannten Kapitel, dem Fußballsport in den Konzentrationslagern des Dritten Reiches. In Buchenwald, Auschwitz, Dachau und Theresienstadt spielten die Häftlinge tatsächlich Fußball und schufen sich über den Sport eine eigene Welt der Würde. "It was a game against the Nazis" wird einer der Überlebenden zitiert.

In Theresienstadt hatten die Häftlinge gar eine eigene Liga, die Liga Terezin. Mitte der 60er Jahre entdeckte der israelische Staatsbürger Oded Breda zufällig auf einem Ausschnitt aus dem Nazi Propagandafilm "Der Führer schenkt den Juden eine Stadt" seinen Onkel Pawel Breda, Fußballspieler, wieder. Pawel Breda verstarb in Auschwitz an Typhus.

Autorenfoto Peter Dippold

 

Über den Autor:

 Peter Dippold, Jahrgang 1956, wurde in Wiesbaden geboren und schreibt seit einigen Jahren, zunächst Fachbücher aus den Bereichen Wirtschaft, PC und Internetthemen und digitale Bildbearbeitung. Mit Frankfurt Lindenstraße - Der Fußballspieler mit dem gelben Stern, legte er erstmalig einen Roman vor.

 

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